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Spezifische Osteomyelitis

Zu den spezifischen Osteomyelitiden zählen u. a. Osteomyelitis bei Tuberkolose
die Tuberkulöse Osteomyelitis: ist anfangs nur durch den Erregernachweis von den unspezifischen Osteomyelitiden zu unterscheiden. , sie tritt vorwiegend an der Wirbelsäule und den epi- und metaphysären Anteilen der Röhrenknochen auf und entsteht durch hämatogene Assaat bei postprimärer Lungen - oder Lymphknotentuberkulose.
Eine Sonderform ist die Spina ventosa ( tuberkulös Daktylitis), die die Röhrenknochen der Hand bei kleinen Kindernbefällt und dort durch schalenartige periostale Anlagerung zu einer spindelingen Auftreibung der befallenen Knochen führt.
Nach Möglichkeit sollte der Erreger aus Blutkultur oder Gewebepunktion nachgewiesen werden. Die Therapie beinhaltet die Ruhigstellung der betroffenen Knochen, hochdosierte Antibiotikagabe, ev. eine Abszessräumung mit einlage einer Saug- und Spüldrainage.Komplikationen ergeben sich aus subperiostalen Abszessen, Knochennekrosen, Markphlegmonen und Gelenkbeteiligungen

Diagnoseverfahren
Bei den Laborwerten finden sich Entzündungszeichen (Leukozytose, BSR und CRP erhöht); die Leukozytenzahl liegt allerdings selten über normal bei chronischer Osteomyelitis können sogar normal sein. Der CRP-Wert gilt als empfindlichster und zuverlässigster Laborwert zur Verlaufskontrolle bei der Behandlung. Ein normaler CRP-Wert schliesst jedoch einen Infekt nicht aus!
Bei der radiologischen Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Gewöhnliche Röntgenaufnahmen präsentieren sich im Frühstadium normal. Als erste Hinweise auf eine Osteomyelitis sieht man nach ungefähr 2 Wochen eine Weichteilschwellung sowie eine subperiostale Reaktion. Später können Zeichen der Knochenlyse und -sklerose hinzutreten. Konventionelle Röntgenbilder dienen in erster Linie der Standortbestimmung und nützen bei der Verlaufskontrolle.
Die Knochenszintigrafie ist eine hochempfindliche radiologische Methode, mit der bereits nach 1 bis 2 Tagen die Vermutungsdiagnose einer Osteomyelitis gestellt werden kann. Die Computertomografie (CT) wird bei der gezielten Punktion eines infektiösen Herdes (z.B. bei Verdacht auf Spondylitis) eingesetzt. Zunehmende Bedeutung hat die Kernspintomografie (Magnetresonanzunterschung, MRI). Einerseits ist es die beste Methode, um die umgebenden Weichteile zu beurteilen; andererseits wird damit eine frühe Diagnose möglich, weil die Infektion im Knochenmark dargestellt wird.
Hauptpfeiler der Diagnose und Therapie einer Osteomyelitis ist die Knochenbiopsie, um den Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen. Das Biopsiematerial sollte man neben der mikrobiologischen auch einer histopathologischen Untersuchung zuführen. Zum einen gelingt zuweilen nur damit die Infektdiagnose; zum anderen können andere Knochenerkrankungen ausgeschlossen werden, die differentialdiagnostisch in Frage kommen könnten (z.B. Tumoren). Ob man routinemässig Blutkulturen anlegen soll, wie zum Teil empfohlen wird, ist unklar. In jedem Fall ungenügend sind bakteriologische Diagnosen, die sich auf Abstriche stützen, die man zum Beispiel aus Fisteln gemacht hat.
Früher ist Osteomyelitis sogar in schweren Fällen tödlich verlaufen. Heute gibt es hochwertige Antibiotikas die dies verhindern .
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