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Die Säuglingsosteomyelitis

 

Säuglingsosteomyelitis: ( Metaphyse der langen Röhrenknochen mit rascher Ausbreitung in Epiphyse und Gelenke) Akute hämatogene Osteomyelitis des Säuglingsalters (infantiler Typ) etwa bis zum 18. Lebensmonat, infolge gemeinsamer Gefäßversorgung, gekennzeichnet überwiegend durch Befall der körpernahen Gelenke. Epiphysen und Metaphysen mit septischer Arthritis und ausgedehnten subperiostalen Abszessen. Akute hämatogene Osteomyelitis des Kindesalters (juveniler Typ), aufgrund getrennter Gefäßversorgung von Metaphyse und Epiphyse bevorzugte Lokalisation in der Metaphyse der langen Röhrenknochen mit Ausbildung großer Kortikalissequester in Gemeinschaft mit einem subperiostalen Abszeß (Totenlade).

Die akute endogene Osteomyelitis beginnt vor allem im Säuglings- und Kindesalter als eine schwere Erkrankung des gesamten Körpers mit hohem Fieber bis 40°, Schüttelfrost und Mattigkeit. Der von der Entzündung betroffene Bereich ist meist stark gerötet, geschwollen und druckschmerzhaft.Im Säuglings- und Kindesalter führt die akute Entzündung des Knochens oft zu bleibenden Schäden im Bereich der Wachstumszone, der Metaphyse. In der Folge kann es zu schweren Wachstumsstörungen mit Verformungen und Verkürzungen der betroffenen Extremität kommen. Bei Kindern unter zwei Jahren besteht die zusätzliche Gefahr, dass die Infektion auf das benachbarte Gelenk des betroffenen Knochens übertritt und dort schwere Schäden zurücklässt.

Bei den Laborwerten finden sich Entzündungszeichen (Leukozytose, BSR und CRP erhöht); die Leukozytenzahl liegt allerdings selten über normal bei chronischer Osteomyelitis können sogar normal sein. Der CRP-Wert gilt als empfindlichster und zuverlässigster Laborwert zur Verlaufskontrolle bei der Behandlung. Ein normaler CRP-Wert schliesst jedoch einen Infekt nicht aus!

Bei der radiologischen Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Gewöhnliche Röntgenaufnahmen präsentieren sich im Frühstadium normal. Als erste Hinweise auf eine Osteomyelitis sieht man nach ungefähr 2 Wochen eine Weichteilschwellung sowie eine subperiostale Reaktion. Später können Zeichen der Knochenlyse und -sklerose hinzutreten. Konventionelle Röntgenbilder dienen in erster Linie der Standortbestimmung und nützen bei der Verlaufskontrolle.

Die Knochenszintigrafie ist eine hochempfindliche radiologische Methode, mit der bereits nach 1 bis 2 Tagen die Vermutungsdiagnose einer Osteomyelitis gestellt werden kann.

Die Computertomografie (CT) wird bei der gezielten Punktion eines infektiösen Herdes (z.B. bei Verdacht auf Spondylitis) eingesetzt. Zunehmende Bedeutung hat die Kernspintomografie (Magnetresonanzunterschung, MRT). Einerseits ist es die beste Methode, um die umgebenden Weichteile zu beurteilen; andererseits wird damit eine frühe Diagnose möglich, weil die Infektion im Knochenmark dargestellt wird.

Hauptpfeiler der Diagnose und Therapie einer Osteomyelitis ist die Knochenbiopsie, um den Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen. Das Biopsiematerial sollte man neben der mikrobiologischen auch einer histopathologischen Untersuchung zuführen. Zum einen gelingt zuweilen nur damit die Infektdiagnose; zum anderen können andere Knochenerkrankungen ausgeschlossen werden, die differentialdiagnostisch in Frage kommen könnten (z.B. Tumoren). Ob man routinemässig Blutkulturen anlegen soll, wie zum Teil empfohlen wird, ist unklar. In jedem Fall ungenügend sind bakteriologische Diagnosen, die sich auf Abstriche stützen, die man zum Beispiel aus Fisteln gemacht hat.

Osteomyelitis im Kindesalter

http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/roefo/doi/10.1055/s-2006-940472

Früher ist Osteomyelitis sogar in schweren Fällen tödlich verlaufen. Heute gibt es hochwertige Antibiotikas die dies verhindern .

 

 



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