
ÜBERSICHT ÜBER DIE DIAGNOSTISCHEN VERFAHREN
Magnetresonanztomographie (MRT)
Die Magnetresonanztomographie (MRT) kann für die Diagnostik einer Osteomyelitis sehr hilfreich sein, allerdings können andere Prozesse mit ähnlicher Signalgebung ihre Aussagekraft beeinträchtigen. Dazu gehören u.a. neuropathisch bedingte Arthropathien und Veränderungen durch biomechanische Belastungen. Die akute Osteomyelitis ist durch eine verringerte Signalintensität auf T1-gewichteten und eine verstärkte Signalintensität auf 2-gewichteten Bildern und eine Kontrastmittelanreicherung am Rand des Prozesses gekennzeichnet. Der Nachweis von Komplikationen wie Weichteilabszesse, Nekrosen oder Fisteln kann die Diagnose absichern, da diese durch ihr Signalverhalten hochsensitiv nachweisbar sind.
Computertomographie
Die Computertomographie ( CT)ist letztendlich die Weiterentwicklung der Röntgen - Untersuchung. Bei der Computertomographie werden Röntgenbilder aus verschiedenen Richtungen aufgenommen und unter Umrechnung dieser Bilder mit Hilfe des Computers in Schichtbilder überführt.
Röntgen
Eine Röntgenuntersuchung ist die bildliche Darstellung unterschiedlicher Körperregionen und -gewebe mit Hilfe von Röntgenstrahlen
Röntgendiagnostisch sichtbar wird die Osteomyelitis in der Regel erst in einem fortgeschritteneren Stadium. Knochenveränderungen werden in der Regel erst zwei bis drei Wochen nach Eintritt der Erkrankung sichtbar. Dann zeigen sich allerdings sichtbare Veränderungen in Form von Verkalkungen (= Ossifikationen), helleren Flecken und oder Knochenhautablösungen vom Knochen. : im akuten Staddium unauffällig oder spongiöse Aufhellungen (nach 2-3 Wo. nachweisbar),) Sequesterbildung , lytische Herde, bei Fisteln Fisteldarstellung
Bei chronischer Osteomyelitis ist das Absterben bestimmter Knochenteile zu sehen, die dann als Restkörper (= Sequester) im infizierten Bereich zurückbleiben. Röntgendiagnostisch ist dies als heller Rand zu erkennen, da abgestorbenes Knochengewebe in der Regel durch Knochengewebsneubildung beantwortet wird. Der helle Rand ist demzufolge Bindegewebe.
Knochenszintigraphie
Mit Knochenszintigraphie kann man schon nach ca 2 Tagen eine Osteomyelitis feststellen
Eine sehr häufig angewandte Szintigraphie bei Osteomyelitis ist die Knochenszintigraphie. Wird ein radioaktives Mittel intravenös injiziert, es wird im Knochen an allen Orten mit verstärktem Stoffwechsel statt Calcium eingebaut. So kann mit einer einzigen Aufnahme das ganze Skelett beurteilt werden, was dank der kurzen Halbwertszeit von Technetium-43 sogar zu einer deutlichen Einsparung von Röntgenstrahlung führt im Vergleich zu normalen Röntgenaufnahmen des gesamten Skeletts.
Die häufigste Anwendung ist die Suche nach Knochenmetastasen, es können aber auch Knochenentzündungen (Osteomyelitis) und Knochenbrüche (Frakturen) entdeckt werden, die auf normalen Röntgenaufnahmen nicht einmal sichtbar sind.
Entzündungsszintigraphie bei Osteomyelitis
( Granulytenszintigraphie)
Ist anzuwenden wenn bei Knochenszintigraphie ein positiver Befund ist. Sichert eine Knocheninfektion mit Eiterherd ab. Gegen Oberflächenantigene von Granulozyten gerichtete, mit 99mTc markierte monoklonale Antikörper werden intravenös injiziert und markieren die Granulozyten des Patienten in vivo.
Bei der einfachereren und neueren Form der Entzündungsdiagnostik werden meist hochspezifische Eiweiße (monoklonale Antikörper), die die weißen Blutkörperchen des Menschen erkennen, in eine Armvene injiziert. In jedem Fall haben Sie nach Injektion der radioaktiven Substanz eine Wartezeit von 4-6 Stunden. In dieser Zeit können sie die Abteilung verlassen. Die Aufnahmedauer selbst beträgt ca.45 Minuten.
Leukozytenszintigraphie bei chronischer Osteomyelitis
Leukozyten-Szintigraphie bei entzündlichen oder infektiösen Erkrankungen. Die Lokalisation bakteriell bedingter Entzündungsherde mit konventionellen bildgebenden Verfahren beruht auf dem Nachweis der lokalen Änderung der Dichte oder der Zusammensetzung des Gewebes. Dieser Nachweis bereitet bei Abszessen meist keine Probleme, doch früh im Verlauf, wenn noch keine Nekrosen aufgetreten sind, kann die Lokalisation erschwert bis unmöglich sein. Das gilt vor allem dann, wenn nach Operationen die anatomischen Bezugspunkte nicht mehr klar abzugrenzen sind.
Leukozyten werden aus dem Blut des Patienten separiert und außerhalb des Patienten mit 99mTc-HMPAO oder 111In-Oxin markiert. Nach Reinjektion wandern sie in den Entzündungsherd ein.
Die Leukozytenszintigraphie hat eine hohe Sensitivität im Nachweis einer Leukozyteninfiltration.
Ultraschall (=Sonographie)
Die Ultraschall-Untersuchung ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen.Es kann bei Osteomyelitis Flüssigkeitsverhalt wie Apsess oder Eiterherd diagnostiziert werden.