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Krankengeschichte Detlef . S.aus Göttingen

Bei mir fing es ganz kurios an, war noch abends zum Sport gewesen, am anderen Tag ging es mir richtig schlecht, hatte schmerzen am kleinen Zeh, dort bildete sich ein Abszess, wurde geschnitten, eine Schiene und immer gekühlt, dann fing mein Knie an, das so tat weh, hab noch zum Arzt gesagt das das Knie weh tut, ach sagte er, das kommt vom liegen, nur es wurde immer schlimmer, konnte gar nicht mehr bewegen, als wenn einer mit 1000 Nadeln immer reinstach, über 40 Fieber, dann sagte mein Hausarzt das er das nicht mehr verantworten kann, ab in die Uni. Dort punktierte man dann den Knochen, tja.....da wusste man was los war.

Ich habe eine hämatogene Osteomyelitis im re. Oberschenkel seit 30 Jahren, war damals 12 Jahre alt gewesen und fast zu spät erkannt worden, paar Tage später und mir hätte man nicht mehr helfen können, eben die üblichen Symptome. Du hast schon ganz recht, das die Medizin da sehr wenig Erfahrung hat, kommt eben aber auch nicht oft vor, wenn dann aber richtig. Meine Erfahrung nach, sind die Ärzte da ziemlich ratlos. Die kennen nur eins, OP's, der rest ist den doch sche...egal.

Mich hat man damals Okt.74 erst mit Penicillin behandelt, habe jeden Tag 12 St. neben müssen, hat aber geholfen, dann Feb. 76 hat man Schichtaufnahmen gemacht (MRT gab es ja noch nicht) da hat man gesehen das  Knochensplitter im Knochen waren. Also die erste OP folgte, ist auch alles gut verlaufen, bis Sept.76, wieder eine OP, wieder gut verlaufen. Es tat sich die ganzen Jahre danach nichts, alles ok gewesen. 1982 habe ich mal große probleme gehabt, der Knochen tat weh, schmerzte extrem, habe unmengen an Schmerzmittel genommen, das ging so über 2 Wochen, der Oberschenkel war aber nicht geschwollen, nicht rot, Blut war bestens, die Ärzte wussten keine Rat, habe dann Penicillin nehmen müssen, wenn dann nicht besser dann aufmachen, aber dann war alles weg gewesen, nichts mehr.....was war da los!!!!!!!!!!!...ich weiß es bis heute nicht.

Dann wieder jahrelang nichts, mal ein ziehen, mal druck im Knochen, musste auch mal ne Tablette nehmen, aber das war es auch. So was kam immer wieder mal vor, man hat sich daran gewöhnt.

Glaube irgendwann ende der 80er war mal was, weiß das gar nicht mehr genau, man hat eine Skelett..?? gemacht, war positiv gewesen, dann das erste mal ein MRT das sagte da ist nichts, war dann auch wieder gut gewesen.

1994 bildete sich an der Narbe so ein roter Punkt, wurde größer und größer, und immer dicker, also ich hin zur Uni-Klink Gött. stationäre Aufnahme, MRT gemacht, nicht deutlich was ist. Da waren dann 3 Ärzte, der eine sagte muß operiert werden, der andere sagte auf der Rötung ne Salbe darauf machen, der andere sagte machen sie da Pflaster drauf und gehen sie nach Hause, wenn Sie das aufmachen lassen, dann haben sie eine Entzündung, fand ich toll, diese einheitliche Meinung, lach. Das Blut war wie immer 1a gewesen. Als die Salbe dann darauf war, war andern Tag die ganze Schwellung weg, aber heilte nicht zu, es supte immer, das ging so über 3 Wochen. Dann als ich wieder zur Kontrolle war, hat man ein kleinen Knochensplitter gefunden der nach außen kam. Dann ist es auch zugeheilt und mir ging es wieder gut.

2001 wieder eine Schwellung, gleiche Stelle, wurde rot und dick, öffnete sich dann auch, ich wieder in die Uni, Blutkontrolle, 1a, MRT war positiv, haben ein Abstrich genommen, war steril, wollten operieren, habe dann auch nach langen zögern ja gesagt. War dann bei anderen Chirurgen gewesen, die haben mir von abgeraten, weil es mir ja auch gut ging, also habe ich es gelassen, habe wohl das richtige gemacht.

Heute hab ich wieder "Probleme", nur diesmal tut mein Knie beim beugen weh, nach ca. 90 grad tut mir es so weh, das das auch im Knochen zieht, mal mehr mal weniger. War jetzt zur Blutkontrolle, besser geht es nicht, haben den Knochen geröntgt, ist zwar etwas geschwollen, meine das war der schon immer, aber nichts auffälliges. Will jetzt nächste Woche noch mal hin, ich will wissen was das ist mit mein Knie. Ich weiß nur eins, ich fahre nicht in die Uni-Klinik, denn das was die sagen weiß ich schon heute. Mir geht es nicht um die OP, wenn es danach gut ist, kein Problem, habe aber Angst das es dann immer wieder kommt, das das eine nach der anderen OP mit sich zieht.

Ich muß aber auch sagen das ich ein sehr fauler bin, Sport.....bloß keine Bewegung,lach... trinke auch sehr wenig, sollte das vielleicht doch mal ändern, das der Knochen besser durchblutet wird.

Man ist manchmal ganz schön am zweifeln, weil man nicht weiß was ist. Aber man hat mir das schon in den 70er gesagt das ich damit leben muß, das immer mal was passieren kann, sei es auch wenn es 20 Jahre her ist.

Ich finde es schön das man sich heute mit Leuten darüber unterhalten kann die das selbe Problem haben, dank des Internet. Andere können da gar nicht mitfühlen, was man da für ein "Müll" sich da zugezogen hat.

Detlef .S.



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