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Chronische Osteomyelitis

 

Chronische Osteomyelitis : Zustand nach akuter Osteomyelitis oder primär chronisch entstanden mit Sequesterbildung und/oder Fistelung nach außen. Bei der primär chronischen Osteomyelitis ist ein Keimnachweis nicht zu führen, das Auftreten ist oft multifokal .Bei chronischen Verläufen einer Osteomyelitis steht die Schmerzhaftigkeit der entzündeten Region im Vordergrund. Allgemeine Krankheitserscheinungen wie Fieber und Abgeschlagenheit treten häufig nur in abgeschwächter Form auf. So haben die Patienten meist normale oder nur leicht erhöhte Temperatur und fühlen sich nicht ernsthaft krank. Die von der Entzündung betroffene Extremität ist oft ein wenig überwärmt.

Bei chronischen Verläufen der Erkrankung sind die Symptome weniger stark ausgeprägt. Auch die Konzentration der weißen Blutkörperchen und die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit sind nur mäßig erhöht. Liegt eine chronische Osteomyelitis mit der Bildung von Restkörpern vor, müssen diese chirurgisch entfernt werden. Gegebenenfalls müssen die abgetragenen Knochenteile durch so genannte Spongiosaplastiken ersetzt werden, um die Funktionsfähigkeit der Extremität zu erhalten. Dabei wird Knochensubstanz aus dem eigenen gesunden Knochen des Patienten in die erkrankte Region verpflanzt. Im Anschluss an die Operation werden Antibiotika örtlich in Kugeln auf die betroffene Stelle im Knochen eingebracht (meißt mit Gentamycin). Zusätzlich werden oral Antibiotika verabreicht.

Brodie-Abszeß: Gekennzeichnet durch Entwicklung eines ausgedehnten Granulationsgewebes im Abszeßbereich, wodurch der Prozeß an seiner Ausbreitung gehindert wird. Plasmazelluläre Osteomyelitis: Gekennzeichnet durch schleimartiges Exsudat umgeben von plasmazelligem Granulationsgewebe in einer Knochenhöhle.selten primär chronisch, Übergang aus der akuten Form, Sklerosierungen und Strukturvergröbung, Bildung von Sequester ( Totenladen) Periostale Knochenmuldung führt zu unregelmäßiger Knochenverdickung, Fistelbildung in die Weichteile, DD: Knochentumore oder Tuberkolose.

Plasmazellosteomyelitis: wenig virulente Erreger, häufig bei Kindern und Jugendlichen, metaphyseäre runde oder bandförmige Osteolysen mit R, schalenförmige Perostverkalkunggen, Herde sind stark von Plasmazellen infiltiert ( schleimige eiweisshaltige Herde ) und von Sklerosen umgeben, primär chronisch hämatogen, metaphysär, lokalisierte subakute Osteitis, v.a. distaler Femur, Tibiakopf und distaler Radius bei jungen Erwachsenen, scharf begrenzte Nekrose mit sklerotischer kapsel aus spongiösem Knochen, Osteolyse mit Randsklerose

Osteomyelitis sclerosans Garre: seltene chronische, diffuse Osteomyelitis junger Menschen, oft nach Streptokokkensepsis, v.a. lange Röhrenknochen, dichte Ssklerose mit Volumenzunahme des Knochens, keine Destuktion, auf Kortex begrenst, radiologisch: kortikale Verdickung, DD: Osteom, Osteoidosteom, Meningeom

Diagnoseverfahren

Bei den Laborwerten finden sich Entzündungszeichen (Leukozytose, BSR und CRP erhöht); die Leukozytenzahl liegt allerdings selten über normal bei chronischer Osteomyelitis können sogar normal sein. Der CRP-Wert gilt als empfindlichster und zuverlässigster Laborwert zur Verlaufskontrolle bei der Behandlung. Ein normaler CRP-Wert schliesst jedoch einen Infekt nicht aus!

Bei der radiologischen Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Gewöhnliche Röntgenaufnahmen präsentieren sich im Frühstadium normal. Als erste Hinweise auf eine Osteomyelitis sieht man nach ungefähr 2 Wochen eine Weichteilschwellung sowie eine subperiostale Reaktion. Später können Zeichen der Knochenlyse und -sklerose hinzutreten. Konventionelle Röntgenbilder dienen in erster Linie der Standortbestimmung und nützen bei der Verlaufskontrolle. Die Knochenszintigrafie ist eine hochempfindliche radiologische Methode, mit der bereits nach 1 bis 2 Tagen die Vermutungsdiagnose einer Osteomyelitis gestellt werden kann.

Die Computertomografie (CT) wird bei der gezielten Punktion eines infektiösen Herdes (z.B. bei Verdacht auf Spondylitis) eingesetzt. Zunehmende Bedeutung hat die Kernspintomografie (Magnetresonanzunterschung, MRT). Einerseits ist es die beste Methode, um die umgebenden Weichteile zu beurteilen; andererseits wird damit eine frühe Diagnose möglich, weil die Infektion im Knochenmark dargestellt wird.

Hauptpfeiler der Diagnose und Therapie einer Osteomyelitis ist die Knochenbiopsie, um den Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen. Das Biopsiematerial sollte man neben der mikrobiologischen auch einer histopathologischen Untersuchung zuführen. Zum einen gelingt zuweilen nur damit die Infektdiagnose; zum anderen können andere Knochenerkrankungen ausgeschlossen werden, die differentialdiagnostisch in Frage kommen könnten (z.B. Tumoren). Ob man routinemässig Blutkulturen anlegen soll, wie zum Teil empfohlen wird, ist unklar. In jedem Fall ungenügend sind bakteriologische Diagnosen, die sich auf Abstriche stützen, die man zum Beispiel aus Fisteln gemacht hat.

 

Früher ist Osteomyelitis sogar in schweren Fällen tödlich verlaufen. Heute gibt es hochwertige Antibiotikas die dies verhindern .

 

 

 

 



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