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Akute Osteomyelitis

Akute hämatogene Osteomyelitis des Jugendlichen und Erwachsenen (Adoleszententyp), durch wieder vereinte Gefäßversorgung nach Schluß der Epiphysenfuge erneut häufige Gelenkbeteiligung (Abszeßperforation in das Gelenk) oder Entwicklung einer Markphlegmone in der Diaphyse, oft mit Übergang in ein chronisches Stadium oder Ausbildung von Fisteln. Arthritis purulenta; besondere Verlaufsform und nicht sicher von der akuten hämatogenen Form abgrenzbar.juvenile osteomyelitis: (metaphysär, früher

Durchbruch von Korkortikalis und Periost bis zur Epiphyse, aber nur dann in das angrenzende Gelenk, wenn die Metaphyse in die Gelenkkapsel hineinreicht) Bei Erwachsenen sind die Allgemeinsymptome beim Vorliegen einer akuten Entzündung häufig nur gering ausgeprägt. Die Patienten klagen vor allem über Schmerzhaftigkeit und Funktionseinschränkung der betroffenen Extremität.Erwachsenenosteomyelitis: (v.a. Wirbelkörper und Diaphysen der langen Röhrenknochen, Ausbreitung auf die gesamte Markhöhle).

 

akute Osteomyelitis : metaphysäre Mikroapszesse bei endogenen Form, Mikroabszesse an der Eintrittsstelle der Keime und subperiostale Abszesse mit Perostabhebungen bei exogenen form, radiologisch anfangs oft unauffällig ( aber Sintigraphie!), ev. Weichteilverdichtung und verstrichene grenzen zwischen Weichteilen und Knochen, radiologisch im Verlauf fleckige entkalkung der Spongiosa, Periostverkalkungen, mottenfrassähnliche destruktioin der Kompakta mit Bildung von Sequestern, später periostale Knochenneubildung, DD: maligne Knochendestruktion. Bei einer akuten endogenen Osteomyelitis sollte Bettruhe eingehalten werden. Die betroffene Extremität wird in der Regel mit einer Schiene oder einem Gipsverband ruhiggestellt.

Eine Behandlung mit Antibiotika entsprechend dem Erregerspektrum ist unbedingt erforderlich. Haben sich bereits Abszesse gebildet, werden diese operativ entfernt.Häufig jedoch, insbesondere bei der Bildung von Abszessen, nimmt die Erkrankung einen chronischen Verlauf. Chronische endogene Knochenmarkentzündungen sind meist nur sehr schwierig zu behandeln und neigen dazu, auch nach langer Behandlungszeit immer wieder aufzuflackern.

 

Diagnoseverfahren

Bei den Laborwerten finden sich Entzündungszeichen (Leukozytose, BSR und CRP erhöht); die Leukozytenzahl liegt allerdings selten über normal bei chronischer Osteomyelitis können sogar normal sein. Der CRP-Wert gilt als empfindlichster und zuverlässigster Laborwert zur Verlaufskontrolle bei der Behandlung. Ein normaler CRP-Wert schliesst jedoch einen Infekt nicht aus!

Bei der radiologischen Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Gewöhnliche Röntgenaufnahmen präsentieren sich im Frühstadium normal. Als erste Hinweise auf eine Osteomyelitis sieht man nach ungefähr 2 Wochen eine Weichteilschwellung sowie eine subperiostale Reaktion. Später können Zeichen der Knochenlyse und -sklerose hinzutreten. Konventionelle Röntgenbilder dienen in erster Linie der Standortbestimmung und nützen bei der Verlaufskontrolle.

Die Knochenszintigrafie ist eine hochempfindliche radiologische Methode, mit der bereits nach 1 bis 2 Tagen die Vermutungsdiagnose einer Osteomyelitis gestellt werden kann.

Die Computertomografie (CT) wird bei der gezielten Punktion eines infektiösen Herdes (z.B. bei Verdacht auf Spondylitis) eingesetzt. Zunehmende Bedeutung hat die Kernspintomografie (Magnetresonanzunterschung, MRT). Einerseits ist es die beste Methode, um die umgebenden Weichteile zu beurteilen; andererseits wird damit eine frühe Diagnose möglich, weil die Infektion im Knochenmark dargestellt wird.

Hauptpfeiler der Diagnose und Therapie einer Osteomyelitis ist die Knochenbiopsie, um den Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen. Das Biopsiematerial sollte man neben der mikrobiologischen auch einer histopathologischen Untersuchung zuführen. Zum einen gelingt zuweilen nur damit die Infektdiagnose; zum anderen können andere Knochenerkrankungen ausgeschlossen werden, die differentialdiagnostisch in Frage kommen könnten (z.B. Tumoren).

Ob man routinemässig Blutkulturen anlegen soll, wie zum Teil empfohlen wird, ist unklar. In jedem Fall ungenügend sind bakteriologische Diagnosen, die sich auf Abstriche stützen, die man zum Beispiel aus Fisteln gemacht hat.

 

Früher ist Osteomyelitis sogar in schweren Fällen tödlich verlaufen. Heute gibt es hochwertige Antibiotikas die dies verhindern .

 

 

 

 



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