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Ute Ewerts

Ich habe eine akute Osteomyelitis durch einen Verkehrsunfall vor 30 Jahren (Trümmerbruch U-Schenkel). Nach diversen Operationen + 3 Jahre an Krücken, fast ohne Komplikationen bis Januar 2005. Die Orthopädie Heidelberg brauchte 6 Monate, um den akuten Status festzustellen. Geplant war eine OP am 25.7. (Ausräumen von ca.8cm Knochenmasse, Antibiotika-ketten,Schwämmchen - das gesamte Programm). Ich sollte mit 12 Monaten Krankenhausaufenthalt rechnen,vorsorglich mußte ich einer Amputation zustimmen. Wie die Lücke im Unterschenkelknochen geschlossen werden sollte, wurde nicht eindeutig geklärt. Durch diese Web-Site, wußte ich von Dr.Winkler. Am 24.7. habe ich die OP, die für den nächsten Tag vorgesehen war, abgesagt. Mittlerweile habe ich Dr. Winkler meine gesamten Unterlagen zugeschickt, Fragen wurden per e-mail geklärt. Am 25.8. soll die OP in Wien erfolgen. Die akute Stelle wird ausgeräumt, mit Allograft aufgefüllt + und mit Schwenklappen gedeckt. Mein Mann (Krankenpfleger) war anfangs nicht von meiner Idee mit Wien begeistert, aber durch den Kontakt mit Dr. Winkler + Lesen des Lebenslaufs überzeugt.

Ich ließ die Operation in Wien machen.

Es gibt sie wirklich: engagierte Ärzte, die in uns nicht nur lästige Osteomyelitis-Fälle sehen. Dr. Winkler (Knochen/Allograft) und Dr. Rab (Weichteildeckung/Haut) haben mich auch als Menschen mit diversen Ängsten (Schmerzen,Amputation,Zukunft) erkannt.
Die OP verlief komplikationslos:Ausräumen + Spülen der Fistelstelle, Auffüllen mit Allograft, plastische Weichteildeckung, Spalthautdeckung vom Oberschenkel. Nach 14 Tagen Gips-Schiene/Ruhigstellung, Heimfahrt mit elast.Verband.
Ich kann das Bein leicht belasten und muß noch 14 Tage Antibiotika einnehmen. Die Narben benötigen noch etwas Pflege. Um den verpflanzten Muskel zu adaptieren, mußte ich ca. ein halbes Jahr einen speziell angepaßten Gummistrumpf tragen.

seit den 30.10.05 laufe ich ohne Krücken! Dr. Winkler hat die ihm zugesandten Röntgenbilder beurteilt und ist mit der Knochenregeneration sehr zufrieden. Die völlige Belastbarkeit des Beins dauert länger, aber normales Gehen reicht mir im Moment. Ausserhalb der Wohnung benötige ich noch eine Gehhilfe, weil das Bein "bamstig" wird.
Es ist richtig, wenn Britta meint, die bei mir Osteomyelitis befallene Stelle am Unterschenkel ist einfacher zu operieren als ein Gelenk. Aber ich empfehle jedem O.-Betroffenen mit Dr. Winkler Kontakt aufzunehmen um die Heilungschancen abzuklären. Er ist ein aufrichtiger Mensch und Arzt, der keine unrealistischen Versprechungen macht.

Seine Methode macht einfach Sinn!

Ich habe zwei zernagte Hüft- und einen Beckenknochen, weil Spongiosa für den U-Schenkel (OP`s von 1974-1976) gebraucht wurde und die nach und nach herausgeeitert ist. Ganz zu schweigen von den Bohrlöchern für den Fixateur extern. Es sind j a auch immer neue Eintrittspforten für Keime.Hätte es vor 30 Jahren schon Dr. Winklers Methode gegeben, wären mir von den 3 Jahren die ich größtenteils in Kliniken verbracht habe, mindestens zwei erspart geblieben.
Hoffentlich gibt es bald eine dte.Klinik, die diese OPs durchführt, damit sich der unwürdige Kampf w/Kostenübernahme mit den Krankenkassen erübrigt.
Britta, Dir wünsche ich von ganzem Herzen, dass Du bald die Krücken in die Ecke stellen kannst. Ohne dieses Forum hätte ich von Dr. Winkler nie erfahren.

Nach monatelangem Schriftwechsel hat die Krankenkasse die OP-Kosten vom 25.8.05 in Wien übernommen. Es ist wieder eine Einzelfallentscheidung und nicht übertragbar. Die Nachhaltigkeit der Methode Dr.Winkler wird angezweifelt, als könnte man bei dieser Krankheit Garantien übernehmen.
Ich hoffe, dass ein Urteil des EU-Gerichtshof dem unwürdigen Betteln um Kostenübernahme ein Ende macht.
Für mich gibt es nach wie vor keine Alternative zur Behandlung in Wien.
Danke auch an alle Anderen für die moralische Unterstützung.

Ute

 

 



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